Rückblick

 
Seit 2019 bewegt die "Kirchenentwicklung 2030" das Erzbistum Freiburg. In Text und Videos haben wir die wichtigsten Stationen dokumentiert: Ging es von 2019 bis 2022 schwerpunktmäßig darum, im Erzbistum Freiburg die Weichen für den Gesamtprozess zu stellen, Schritte zu planen und Grundlagen zu reflektieren, hat spätestens mit dem Jahr 2023 die Umsetzung der Planungen begonnen. Zum 1. Januar 2026 werden die 36 neuen Pfarreien im Erzbistum errichtet. Damit wird die Umsetzungsphase abgeschlossen sein. Ab dann wird "nachgebessert" und optimiert. Spätestens 2030 ist der gesamte Prozess abgeschlossen.
 

2023: "Union", "Vorfeld-Entscheidungen-Gesetz", "Namen / Sitz der Pfarrei" etc.

 
Bis Ende des Jahres 2023 soll die "Pfarrei neu", die aus dem Dekanat Bruchsal entsteht, einen Namen bekommen; auch Sitz und Ort des Hauptbüros sind festzulegen. Dazu gibt es einen Beratungsprozess, der spätestens Ende Juli in ein klares Votum mündet. Daran beteiligt sind insbesondere die Pfarrgemeinderäte; auch die Konferenzen der Hauptberuflichen, von Caritas, Bildung und den Verbänden werden einbezogen.
 
Namen und Sitz der Pfarrei bzw. Kirchengemeinde sind nicht ganz frei wählbar: Vorgaben des kirchlichen und des öffentlichen Rechts spielen eine Rolle.
 
Die Projektleitung der Kirchenentwicklung im Dekanat Bruchsal hat alle wichtigen Vorgaben gesichtet und Optionen geprüft, aus denen teils klare Empfehlungen hervorgegangen sind:
 
Demnach ist der - allein durch die zentrale Lage - sinnvollste Ort für den Sitz der Pfarrei Bruchsal.

Als Pfarrkirche kämen demnach die Stadt- wie auch die Hofkirche infrage.
 
Für das Patronat gibt es mehrere Möglichkeiten: Liebfrauen-Gemeinde, St. Martin oder auch St. Vinzenz. Alternativen sind denkbar.
 
 
Am 1. Januar 2026 schließen sich die Pfarreien / Kirchengemeinden im Dekanat Bruchsal per "Union" zu einer einzigen Pfarrei / Kirchengemeinde zusammen. Bis dahin müssen konkrete Fragen der Pastoral, der Verwaltung und der Immobilien geklärt und verbindliche Entscheidungen getroffen werden. Wie soll das geschehen, da bisher alle 13 Kirchengemeinden im Dekanat selbstständig sind? Das sogenannte Vorfeld-Entscheidungen-Gesetz regelt das. Es ist die Grundlage einer Vollversammlung aller Pfarrgemeinde- und Stiftungsräte am 2. Mai 2023; in dieser Sitzung werden die Räte über die Form ihrer künftigen verbindlichen Zusammenarbeit entscheiden.
 
Das „Vorfeld-Entscheidungen-Gesetz“ VEG ist am 15. Februar 2023 in Kraft getreten. Es sieht vor, dass alle Pfarrgemeinde- bzw. Stiftungsräte auf dem Gebiet der neuen Pfarrei zu einer Vollversammlung zusammenkommen, um die Form ihrer künftigen verbindlichen Zusammenarbeit zu beraten und zu beschließen. Im Dekanat Bruchsal gibt es insgesamt 232 Räte. Aufgrund dieser Anzahl findet die Vollversammlung am 2. Mai 2023 hybrid statt: alle 13 Pfarrgemeinde-/ Stiftungsräte treffen sich in ihrer Kirchengemeinde vor Ort und schalten sich per Videokonferenz in die Online-Vollversammlung.
 
Drei Grundoptionen einer künftigen verbindlichen Zusammenarbeit stehen zur Wahl:
 
Entscheidungen vor 2026 fallen durch
  • eine Vollversammlung
  • eine Teilversammlung
  • beschließende Ausschüsse (wobei jede Kirchengemeinde Vetorecht hat).

Material

 
 
Aus 13 Kirchengemeinden bzw. rund 40 Pfarreien im Dekanat Bruchsal entsteht eine einzige neue Einheit. Wie aber soll das geschehen? Die Kirchengemeinden bzw. Pfarreien werden "unieren", das steht seit Anfang Februar 2023 fest. Die Alternative wäre ein Fusion gewesen. Diese ist aber juristisch unwägbar und bringt zeitliche Unsicherheiten mit sich.
 
 
 

2019-2022: ein Überblick im Video

2019 ging die "Kirchenentwicklung 2030" im Erzbistum Freiburg an den Start. Zunächst haben diözesanweit Raumplanungen stattgefunden. Personen wurden mit verschiedenen Aufgaben betraut. Arbeitsgruppen sind eingesetzt worden. Versammlungen verschiedenster Art haben stattgefunden.
 
Die wichtigsten Stationen im Bistum und im Dekanat von 2019 bis Ende 2022 sind im Video zusammengefasst. Einige davon können Sie auch unten in unserer Nachrichtenhistorie nachlesen. Sollten Sie nur Teile des Videos anschauen wollen, klicken Sie sich direkt in die Kapitel:
 
00:00 - Hinführung
01:25
- 2019 Im Anfang ... Warum Kirchenentwicklung?
05:05
- Drei Phasen der Kirchenentwicklung
06:33
- Stationen im Erzbistum
08:56
- Stationen im Dekanat Bruchsal
09:35 - Raumplanung
11:17
- Bildung, Caritas, Pastoral - Säulen von K2030
12:49
- Projektkoordinatoren
14:07
- Projektleitung
16:53
- Projektträger
18:10
- informieren - vernetzen - initiieren
20:10
- 2022 "Brecht auf ..."
 

Kirchenentwicklung 2030: Nachrichtenhistorie 2019 bis 2022

 

Dekanat Bruchsal wird eine Pfarrei neu

Finaler Entwurf der Raumplanung liegt vor
 
2019 hat Erzbischof Stephan Burger angekündigt, im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030 die pfarrlichen Strukturen in der Erzdiözese Freiburg neu zu ordnen. In der Folge wurden im Dekanat Bruchsal mehrere Entwürfe zur Raumplanung diskutiert. Die Gremien und Räte, die Verbände, Geistlichen Gemeinschaften und viele interessierte Personen haben Ideen und Argumente gesammelt und Voten abgegeben, die an den Erzbischof übermittelt worden sind.
 
Mit Schreiben vom 1. März 2021 liegt nun der finale Entwurf zur Raumplanung vor: Erzbischof Stephan Burger folgt den Mehrheitsvoten aus dem Dekanat Bruchsal und stimmt der Bildung EINER Pfarrei (neu) aus dem derzeitigen Dekanat Bruchsal zu.
 
Formal wird der finale Entwurf der Raumplanung im Januar 2022 in Kraft gesetzt. Die neue Pfarrei ist dann bis 2025/6 zu errichten.
 
Brief an die Verantwortlichen im Dekanat
In einem Anschreiben an den Dekanatsrat, die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte der 13 Kirchengemeinden im Dekanat und an die hauptberuflich Mitarbeitenden schreibt Dekan Lukas Glocker:
 
Wir können uns „nun der großen Aufgabe und Herausforderung stellen, in den verschiedenen Gremien zu überlegen, wie wir diesen Weg gestalten und gehen wollen. Handlungsleitend ist dabei zum einen der Projektplan, der für die gesamte Diözese abgestimmt und vorgegeben ist und der durch qualifizierte Personen begleitet und gestützt wird. Zum anderen sind wir vor Ort gefragt, unsere Ideen und Vorstellungen einzubringen.
 
Ich danke allen Beteiligten für die Ernsthaftigkeit der Auseinandersetzung und bitte um das Gebet, dass wir immer wieder sensibel für die unterschiedlichen Gaben des Heiligen Geistes sind, sodass wir diesen Weg in die Zukunft gemeinsam gut gehen können.
 
Ganz ehrlich:
Ich freue mich auf das Ringen und Entfalten für eine gute Zukunft in unserem Dekanat und danke der Diözesanleitung für deren Vertrauen!“
 
Zum Hintergrund
Im Mai 2018 hat Erzbischof Stephan Burger das Projekt „Kirchenentwicklung 2030“ auf den Weg gebracht. Ziel war es, die Veränderungsprozesse zu konkretisieren, die bereits gut ein Jahr zuvor in den Diözesanen Leitlinien vom 29. Juni 2017 als notwendig erkannt worden waren. Ein wesentlicher Teil der Kirchenentwicklung ist es, die pfarrliche Struktur der Erzdiözese neu zu ordnen: Indem die Zahl der Verwaltungseinheiten kirchenrechtlich-organisatorisch reduziert, Strukturen verändert und Aufgaben gebündelt werden, werden Seelsorgerinnen und Seelsorger entlastet und das kirchliche Leben vor Ort bekommt neue Gestaltungsräume.
 
2019 wurden in regionalen Konferenzen Ideen für eine neue Raumstruktur gesammelt. In der Folgezeit wurden die Entwürfe auf unterschiedlichen Ebenen diskutiert. Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams, pfarrliche Gruppen, Konferenzen von Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen, Räte und Gremien auf Dekanats- und Diözesanebene haben sich in die Diskussion eingebracht. Die Leitungen von Orden und geistlichen Gemeinschaften haben sich ebenso beteiligt wie die Vorstände von Verbänden aus Pastoral, Caritas und Bildung und zahlreiche weitere an der Zukunft der Pfarrgemeinden Interessierte.
 
Mit Datum vom 1. März 2022 ist nun das Ergebnis dieses breit angelegten Konsultationsprozesses bekannt gegeben worden. Der Entwurf sieht vor, die Erzdiözese künftig in 36 kirchenrechtliche Pfarreien (staatskirchenrechtlich: Kirchengemeinden) zu gliedern. Erzbischof Stephan Burger beabsichtigt, diesen Entwurf nach einer weiteren Beratungsrunde in den diözesanen Gremien und Räten zum 1. Januar 2022 als verbindliche Planungsgröße in Kraft zu setzen, sodass die neuen Pfarreien 2025/2026 errichtet werden können.
 
In seinem Vorwort zu diesem Entwurf schreibt der Erzbischof:
„Damit ist eine wichtige Grundlage für das Projekt Kirchenentwicklung 2030 geschaffen. Die eigentliche Aufgabe kann jetzt beginnen: Wie gelingt es uns, die neuen pastoralen Räume mit Leben zu füllen?“ Und er ergänzt: „Verwaltung und Strukturen sind wichtige Stützen des kirchlichen Lebens – aber auch nicht mehr. Lassen Sie sich miteinander auf eine Suchbewegung ein, wie wir gemeinsam die Sendung der Kirche verwirklichen können: Den Menschen das Evangelium und damit Christus selbst als tragenden und sinnstiftenden Grund unseres Lebens zu verkünden.“
 
 
Der Entwurf ist nach Dekanaten gegliedert. Die neuen Pfarreien sind als Kartenausschnitte visualisiert. Einige statistische Zahlen geben einen Hinweis auf organisatorische Größenverhältnisse.
 
Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten des Projektes Kirchenentwicklung 2030.
 

Voten zur Raumplanung

Über die Sommermonate 2019 wurde in den Seelsorgeeinheiten viel über
den möglichen Raumzuschnitt 2030 diskutiert. Viele Gremien, Gruppen und Kreise haben sich eingebracht und ein Votum abgegeben. Alle Voten wurden gesammelt und werden im Advent an Freiburg weitergeleitet. Dekan Glocker hat sich in einem Anschreiben an alle Beteiligten gewandt und seinen großen Dank zum Ausdruck gebracht. Wörtlich schreibt er:
 
Sehr geehrte Verantwortliche in unseren Seelsorgeeinheiten, Gemeindeteams, Einrichtungen und Verbänden unseres Dekanates Bruchsal,
 
wir wurden gebeten, der Diözesanleitung zum Ende des Jahres ein Votum rückzumelden, welche Größe und Anzahl im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030 die Pfarrei(en) in unserem Dekanat haben soll. Wir haben dies in der Dekanatsversammlung am 6.6.2019 vorgestellt und dann sowohl bei der Herbstkonferenz der Hauptberuflichen am 13.11.2019 und im Dekanatsrat am 14.11.2019 besprochen und jeweils das Votum eingeholt. Dieses ist differenziert in der Anlage beigefügt. Unabhängig vom Ergebnis dieser ersten von drei Stufen zur Entscheidung (durch Erzbischof Stephan Burger im Dezember 2020) möchte ich Ihnen allen von Herzen danken:
 
Es hat mich tief bewegt, mit welcher Ernsthaftigkeit Sie sich dieser Auseinandersetzung gestellt haben. Dabei wurde auch deutlich, wie unterschiedlich unserer Pfarreien aufgestellt sind: von Diaspora bis gut katholisch geprägt, von ländlich bis städtisch, von ganz klein bis ganz groß – um nur drei differenzierende Beispiele zu nennen. Daher kann es auch nicht verwundern, dass es keine Einstimmigkeit gab. Dennoch zeigt sich eine Tendenz in Richtung des Wunsches nach einer Pfarrei (unter den gegebenen Umständen). Mein großes Anliegen ist es weiterhin, möglichst viele Fragen und Themenbereiche zu sammeln, um so gut aufgestellt zu sein: was auch immer da komme. Und da haben Sie alle mit Ihren vielfältigen Rückmeldungen einen wahren Schatz an verschiedenen Positionen, Fragen, Themen und Anfragen geliefert. Dafür von ganzem Herzen: Vergelt’s Gott!

Ich bin bei euch alle Tage – bis zum Ende der Welt. (Mt 28)
 
Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit – auch im Namen von
Dekanatsratsvorsitzender Vera Herberger und Dekanatsreferent Thomas Macherauch
 
Lukas Glocker, Dekan
 
 

Sommer 2019
Priester diskutierten mit Erzbischof Burger über die Zukunft; Fachgruppen nehmen ihre Arbeit auf; das Dekanat berät

Die Kirchenentwicklung 2030 geht Schritt für Schritt voran - in der Diözese und im Dekanat Bruchsal:
 
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg
Kurz nach Pfingsten haben sich in Freiburg 130 Leitende Pfarrer mit Erzbischof Stephan Burger getroffen, um über das Projekt „Pastoral 2030“ zu beraten. In konstruktiver Atmosphäre diskutierten sie die Auswirkungen der Kirchenentwicklung auf die pastorale Arbeit in den Gemeinden, den priesterlichen Dienst und die Rolle des Pfarrers. Die Konferenz ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen, deren Ergebnisse in die Neugestaltung der Pastoral in den Pfarreien miteinfließen werden.
Weiter zum Bericht über die Tagung ...
 
 
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg
Um die Pastoral und die Verwaltung auf die größeren Pfarreien (neu) hin weiterzuentwickeln, wurden und werden im Erzbistum Freiburg über die Sommermonate 2019 16 Fachgruppen eingerichtet. Sie beschäftigen sich mit verschiedenen Themen und Fragen aus den Bereichen Pastoral, Pastorales Personal und Pfarreiorganisation. Bis Ende 2020 werden diese Fachgruppen Vorschläge zu wesentlichen Fragen erarbeitet haben, die 2021 in einer diözesanen Versammlung abgestimmt und ab dann umgesetzt werden:
 
  • Neue Gemeinde-/Gemeinschaftsformen
  • Engagementförderung / Ehrenamt
  • Räte der Zukunft
  • Gemeinden und Gemeindeteams
  • Pastoral der Ermöglichung
  • Pastorale Zentren
  • Pastoral neu – Zukunft der kategorialen/territorialen Seelsorge
  • Priester
  • Diakone, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Qualifizierung der Seelsorgeteams
  • Orientierungsrahmen / Personaleinsatz
  • Gestaltung der Freiräume für die Leitung unterhalb der Pfarreiebene
  • Geschäftsführung der Kirchengemeinde
  • Pastorale Gebäudekonzeption
  • Pfarrsekretariate
  • Verwaltung des Pfarramtes nach CIC
Detaillierte Informationen zu den Fachgruppen, ihren Leiterinnen und Leitern sowie den Aufgaben finden Sie unter den angegebenen Links.
 
 
Quelle:  Robert Kutschera
Im Dekanat Bruchsal sind die Vorschäge zur Raumplanung 2030 kommuniziert und zur Kenntnis genommen worden. Viele Pfarrgemeinderäte, Verbände und Institutionen wägen die vorgeschlagenen Zuschnittvarianten nun bis zum Herbst ab und diskutieren darüber. Sie sind gebeten, bis 3. November die Beratungsergebnisse ans Dekanat weiterzugeben. Im Dekanat werden diese Rückmeldungen dann gesammelt und bis Ende des Jahres an Freiburg weitergegeben. Keine Kirchengemeinde ist gezwungen, ein geschlossenes und einheitliches Votum abzugeben! Die Beratungsergebnisse dürfen durchaus differenziert sein, aufgeschlüsselt in Mehrheits- und Minderheitsvoten. Aus dem Votum sollten jedoch die Gründe transparent werden, was für oder gegen die eine oder andere Zuschnittsvariante der künftigen Pfarei(en) (neu) spricht.
 
 

Mai/Juni 2019
Es wird konkret: Die Beratungen über die neuen Raumzuschnitte haben begonnen

Das Dekanat Bruchsal gibt es in seiner heutigen Form seit 2008. Damals wurden die drei Dekanate Bretten, Bruchsal und Philippsburg in einem großen Dekanat vereint. Heute umfasst dieses knapp 120.000 Katholiken in 13 Kirchengemeinden.
 
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg
Seit Ende Mai liegen nun erste Pläne vor, wie sich das Dekanat bis 2030 weiterentwickeln könnte. Am Donnerstag, 23. Mai, sind Delegierte aus den fünf Dekanaten der Region MOPF (Mittlerer Oberrhein-Pforzheim) in der Diözesanstelle Rastatt mit dem Freiburger Ordinariatsrat Wolfgang Müller zusammengetroffen, um über mögliche Raumzuschnitte zu beraten. Zu den Delegierten gehörten jeweils die Dekane, die Dekanatsreferenten, ein Mitglied des jeweiligen Dekanatsratsratsvorstandes, eine Vertretung der Caritas sowie der Leiter der Diözesanstelle, Dr. Tobias Speck – insgesamt rund 25 Personen. Aktuelle und bestehende kirchliche Strukturen sind dabei ebenso in die Diskussion eingeflossen, wie geschichtliche und politische Gegebenheiten, Überlegungen zum Sozialraum oder auch zur Infrastruktur.
 
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg, Dekanat Bruchsal
Im Ergebnis sieht die Raumplanung 2030 zwei Varianten vor, die sich aus heutiger Sicht eignen, um die Struktur im heutigen Dekanat tragfähig und zukunftsfähig zu machen:
 
  1. Das Dekanat Bruchsal wird (mit oder ohne Eppingen) eine Pfarrei (neu).
    Sitz (= Pastorales Zentrum): Bruchsal.
  2. Aus dem Dekanat Bruchsal entstehen zwei Pfarreien (neu): Das frühere Dekanat Bretten wird ggf. zusammen mit Eppingen eine Pfarrei (neu) und das frühere Dekanat Bruchsal wird mit dem früheren Dekanat Philippsburg eine zweite Pfarrei (neu).
    Sitze (= Pastorale Zentren): Bretten und Bruchsal.
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg, Dekanat Bruchsal
Am 6. Juni 2019 wurden diese beiden Varianten erstmals bei einem Informationsabend des Dekanats in St. Paul, Bruchsal, vorgestellt. Rund 120 Gäste waren gekommen, um sich zu informieren. Erste Eindrücke und Rückmeldungen wurden gesammelt. Die beiden Varianten sind nun bis Herbst 2019 in verschiedenen Gremien zu diskutieren. Die Pfarrgemeinderäte und Seelsorgeteams der 13 Kirchengemeinden, die Verbände, Klöster und Gemeinschaften bekommen Anfang Juli vom Dekanat einen entsprechenden Arbeitsauftrag zugestellt. Welche Gremien und Personen dann vor Ort einbezogen werden, um die Strukturvorschläge zu sichten, wird vor Ort entschieden. Rückmeldungen bzw. Voten können jedoch nur von den Pfarrgemeinderäten an das Dekanat abgegeben werden. Einzelstimmen, Stimmen von Gemeindeteams oder sonstigen Gruppen und Kreisen müssen über die Pfarrgemeinderäte gebündelt werden.
 
Alle Rückmeldungen werden am 13. November bei der Herbstkonferenz der pastoral Mitarbeitenden und am 14. November im Dekanatsrat gesichtet, diskutiert und zum Ende des Jahres nach Freiburg geschickt. Anfang 2020 wird dann aus Freiburg ein Zweitentwurf vorgelegt, der bis Sommer 2020 mit den alten und im März neu gewählten Pfarrgemeinderäten zu besprechen ist. Ein Drittentwurf wird es dann im Sommer 2020 geben. Dieser wird allerdings nicht mehr bis zu den untersten Ebenen der Diözese durchgereicht, sondern in diözesanen Gremien diskutiert. Ende 2020 entscheidet Erzbischof Stephan dann über die neuen pastoralen Raumstrukturen.
 
Am Infoabend des Dekanats am 6. Juni wurde die Idee geäußert, nicht nur die beiden vorgeschlagenen Raumvarianten im Blick zu haben, sondern auch ganz grundsätzlich über weitere Zuschnittsmöglichkeiten nachzudenken. Konkret könnte man zum Beispiel in Betracht ziehen, die drei alten Dekanate als drei Pfarreien (neu) wieder zu errichten. Solche Überlegungen sind grundsätzlich denkbar. Allerdings müssen sie von einem entsprechenden Gremium (Pfarrgemeinderat, Dekanatsrat etc.) eingebracht und mit nachvollziehbaren Argumenten begründet werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Diözesangrenzen grundsätzlich nicht angetastet werden können. Auch ist noch nicht geklärt, ob errichtete Pfarreien bzw. bestehende Kirchengemeinden auseinandergerissen werden können. Und Freiburg hat sich auch noch nicht dazu geäußert, wie der künftige Personalschlüssel aussehen wird oder wie pastoral Mitarbeitende eingesetzt werden.
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg
 
Wenn in den nächsten Monaten die Raumstruktur diskutiert wird, dann geht es in erster Linie um Verwaltungsstrukturen. Über die Pastoral ist damit noch nichts gesagt. Die Pfarrei (neu) ist nicht mit der bisherigen Pfarrei oder einer Gemeinde vergleichbar. Es handelt sich zunächst um eine Verwaltungsgröße – ähnlich dem Dekanat heute: das „Pastorale Zentrum“ ist zunächst einmal Sitz des leitenden Pfarrers und des Geschäftsführers und die Postanschrift der Pfarrei (neu). „Verwaltungszentrum“ wäre insofern ein passenderer Begriff. Wie diese Struktur dann später mit Leben gefüllt und pastoral gestaltet wird, ist in einem nächsten Schritt zu überlegen.
 
Weiterführende Informationen gibt es auch auf der offiziellen Website www.kirchenentwicklung2030.de. Dort besteht auch die Möglichkeit, (als Einzelperson oder Kreis) direkt Rückmeldungen zu geben. Auf der Webseite des Dekanats werden ab Juli weiterführende Informationen zur Raumplanung im Dekanat sowie die Arbeitsaufträge für die Gremien und Räte zu finden sein. Gerne sind die Mitarbeitenden des Dekanats bereit, in Pfarrgemeinderäten oder Pfarrversammlungen über die Planungen zu informieren, mitzudiskutieren und sonstige Hilfestellungen zu geben. Ansprechpartner ist Dekanatsreferent Thomas Macherauch.
 

April 2019
Erste Beratungstermine stehen fest

Im Februar hat Erzbischof Burger seine Vision und den Fahrplan für die "Kirchenentwicklung 2030" bekanntgegeben. Noch im Februar sind 170 Katholik*innen aus der ganzen Erzdiözese zusammengekommen, um über den Prozess zu beraten.Mittlerweile steht der Termin fest, an dem die Bistumsleitung mit den Dekanaten der Region Mittlerer-Oberrhein-Pforzheim erste Konkretisierungen diskutieren wird. Am Donnerstag, 23. Mai 2019, treffen sich dazu Vertreterinnen und Vertreter aus den Dekanaten Bruchsal, Baden-Baden, Karlsruhe, Pforzheim und Rastatt mit dem Freiburger Projektleiter Wolfgang Müller. Informationen aus dem Gespräch, erste Ergebnisse und weitere Planungsschritte werden im Dekanat Bruchsal im Rahmen eines Informationsabends am 6. Juni bekanntgegeben. Beginn ist um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum von St. Paul in Bruchsal. 
 

März 2019
„Orte, wo Kirche verlässlich erfahren wird“

Erzdiözese Freiburg hat den Dialog zur Neuausrichtung der Gemeindepastoral eröffnet

„Bei allen notwendigen strukturellen Veränderungen soll das kirchliche Leben vor Ort nicht verdrängt werden, sondern sich weiterentwickeln können. Ich will Orte haben, wo Kirche verlässlich erfahren wird.“ Mit dieser Perspektive verabschiedete der Freiburger Erzbischof Stephan Burger am Samstag (16. Februar) die rund 170 Katholikinnen und Katholiken, die für zwei Tage zu einer Diözesanen Pastoralkonferenz zusammengekommen waren. Im Collegium Borromaeum berieten sie am Wochenende über das Konzept „Pastoral 2030“, in deren Mittelpunkt eine grundlegende Neuausrichtung der Seelsorge in den Pfarreien im Erzbistum stehen soll. Die Konferenz bildete den Auftakt zu einem zweijährigen Konsultationsprozess, der nun mit den Gemeinden, Gremien und Gruppen vor Ort fortgesetzt wird. „Wir stehen am Anfang eines gemeinsamen Weges. Viele Fragen sind offen und müssen noch geklärt werden, dazu brauchen wir Zeit und diese werden wir uns nehmen“, so der Erzbischof.
 
Pastoral neu denken
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg
 
Zu Beginn der Konferenz war Erzbischof Stephan Burger auf die zentralen Herausforderungen für die Kirche der Zukunft eingegangen: Der Rückgang der Gottesdienstteilnehmer und Kirchenmitglieder, weniger pastorales Personal und zurückgehende Kirchensteuereinnahmen – all dies seien Anlässe für Veränderungen. „Die eigentliche Herausforderung, vor der wir stehen, ist aber noch viel fundamentaler, es ist die wachsende Entfremdung zwischen kirchlicher Kultur und den Kulturen der Gegenwart“, so der Erzbischof.All das erfordere in einem radikalen Schnitt die Pfarrei und die Pastoral neu zu denken. Die Errichtung von ungefähr vierzig neuen Pfarreien auf dem Gebiet der Erzdiözese ermögliche die Entlastung der Priester und pastoralen Mitarbeitenden von Verwaltungsaufgaben. Das Konzept von „Pastoral 2030“, so der Erzbischof, zeichne ein „neues Bild der Pfarrei“: die Pfarrei als eine Organisationseinheit, von der aus Seelsorge und Verwaltung geplant und gesteuert werde. Sie bilde den kirchlichen und staatskirchlichen Rahmen für die Neugestaltung der pastoralen Räume.
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg
Damit ziehe sich Kirche aber nicht aus der Fläche zurück, vielmehr eröffne die Struktur Freiräume für die Gemeinden vor Ort, etwa für neue Leitungsmodelle oder eigene pastorale Schwerpunkte. Daher seien „die Ankerpunkte für das konkrete kirchliche Leben nicht die neuen Pfarreien, sondern eine Vielzahl örtlicher Gemeinden, Gemeinschaften und Initiativen auf dem Gebiet der neuen Pfarrei“, so der Erzbischof: „Pastoral 2030 steht und fällt mit den Engagierten vor Ort.“
 
Gespräche in kritisch-konstruktivem Geist
 
Erzbischof Stephan Burger zog zum Abschluss ein positives Fazit der Gespräche, die mit großem Engagement und in aller Offenheit geführt wurden. Bei allen Beteiligten sei ein zwar kritischer, aber immer konstruktiver Geist zu spüren gewesen, den er sich auch für die kommenden Gespräche wünsche, wenn „Pastoral 2030“ in den Dekanaten und Gemeinden vor Ort beraten wird: „Wenn es uns gelingt, die gute Atmosphäre auch in die Dekanate, die Seelsorgeeinheiten, in unsere Gruppen und Gremien zu tragen, zu den Menschen vor Ort, dann haben wir einen wichtigen Punkt für den Prozess erreicht. Dann können wir uns wirklich weiterentwickeln für die Pastoral 2030.“
Für Martina Kastner, die Vorsitzende des Diözesanrats, wird es darauf ankommen, wie es gelingen kann, die nun anstehenden Prozesse zu kanalisieren, „damit die Menschen die anstehenden Veränderungen nicht nur als Abschiednehmen wahrnehmen, sondern auch die Spielräume erkennen, die sich daraus ergeben“.
 
Offenheit der Planungen
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg
 
Ein zentrales Thema in der Abschlussdiskussion war die Umstrukturierung der pastoralen Räume, die eine wichtige Grundlage für viele der weiteren Schritte sein werden. Ordinariatsrat Wolfgang Müller, Projektleiter für „Pastoral 2030“, betonte die Offenheit der Planungen: „Wir haben keine Raumpläne für die neuen Strukturen in der Tasche – die wollen wir in mehreren Schritten bis Ende 2020 gemeinsam mit den Gremien, Pfarreien und Dekanaten entwickeln und anschließend nach und nach umsetzen. Die im nächsten Jahr neu gewählten Pfarrgemeinderäte sollen bereits wissen, in welche Richtung es geht, damit sie sich an den Änderungsprozessen beteiligen können.“ Dabei, so Generalvikar Dr. Axel Mehlmann, sollen die neuen Verwaltungsstrukturen „ganz im Dienst der Seelsorge stehen, sie müssen rechtskonform und effizient arbeiten. Die Seelsorger sollen von Verwaltungsaufgaben entlastet werden“.
 
Kirchenentwicklung 2030
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg
 
Das Projekt Pastoral 2030 bildet zusammen mit Verwaltung 2030 das Gesamtprojekt Kirchenentwicklung 2030, das Erzbischof Stephan Burger auf den Weg gebracht hat. Es knüpft an die Diözesanen Leitlinien von 2017 an und verfolgt eine grundlegende Neuorientierung der Pastoral und der Verwaltung in der Erzdiözese Freiburg. In den Gemeinden vor Ort, dort wo der Wandel am deutlichsten spürbar ist, nimmt es die pastorale Arbeit und deren Strukturen in den Blick. Die konkrete Ausgestaltung der Veränderungen soll in einem breit angelegten, dialogischen Prozess erfolgen.Weitere Informationen, Termine, Dokumente und Beteiligungsmöglichkeiten finden sich online unter www.kirchenentwicklung2030.de.(wf)
 
Quelle:  Erzbistum Freiburg
 
 

Februar/März 2019
Die nächsten Schritte in Region und Dekanat

Nachdem der Beratungsprozess „Pastoral 2030“ in Freiburg Mitte Februar eröffnet wurde, gibt es erste Planungen für die Region Mittlerer Oberrhein-Pforzheim und damit das Dekanat Bruchsal:
 
Quelle:  Thomas Macherauch
Noch in diesem Frühjahr wird sich die Diözesanleitung mit den Dekanen, Dekanatsreferenten, Dekanatsratsvorständen und Caritasverbandsvorständen treffen und darüber beraten, wie die frühere Region mit ihren fünf Dekanaten Baden-Baden, Bruchsal, Karlsruhe, Pforzheim und Rastatt künftig aussehen kann. Dieser Entwurf wird im Herbst im Dekanatsrat und den dreizehn Kirchengemeinden diskutiert. Ende des kommenden Jahres 2020 soll die Raumplanung entschieden sein.Damit diese Schritte auf allen Ebenen gut eingeführt und gegangen werden können, werden zeitnah verschiedene Gremien im Dekanat Bruchsal informiert und zum Austausch über "Pastoral 2030" eingeladen:
  • 20.2.    Dies der leitenden Pfarrer der Kirchengemeinden
  • 27.2.    Dekanatsleitungsteam
  • 27.2.    Treff der hauptberuflichen Gemeinde- und Pastoralreferent*Innen
  • 27.2.    Dekanatsrat
  • 3.5.      Klausurtag von Dekanatsleitungsteam und Dekanatsratsvorstand
Die Öffentlichkeit wird über die Website des Dekanats und die Medien auf dem Laufenden gehalten. Geplant ist darüber hinaus ein Informationsabend. Weitere Details folgen ... 
 

Januar 2019: Pastoral 2030

"Die Zahl der Kirchengemeinden wird reduziert. Es wird angezielt, die derzeit 224 Kirchengemeinden zu etwa 40 Kirchengemeinden zusammenzuschließen." So schreibt Erzbischof Stephan Burger in einem Dokument zur Pastoral 2030, das er Anfang Februar veröffentlicht hat. Ein "Weiter wie bisher" könne es angesichts der Zahlen und Fakten in der Diözese nicht länger geben. Es bestehe Handlungsbedarf.Schon lange war angekündigt, dass das Erzbistum die Weichen für Pastoral und Verwaltung 2030 neu stellen wird. Das Papier ist in vielen Punkten als Diskussionsgrundlage zu verstehen. Wenngleich einige Eckpunkte gesetzt sind, gibt es vieles, was auf verschiedenen Ebenen, von verschiedensten Personen, Gruppen und Kreisen diskutiert werden muss.Erzbischof Stephan benennt in dem Papier zur Pastoral 2030 Herausforderungen der derzeitigen Situation, eröffnet Perspektiven und formuliert seine Vision: "Im Jahr 2030 lässt es sich in der Erzdiözese Freiburg gut katholisch sein." Damit das gelingen kann, sind grundlegende Veränderungen nötig.Der Bischof fordert ausdrücklich dazu auf, dass sich möglichst viele am Diskussionsprozess beteiligen. Daher steht das Thema Kichenentwicklung 2030 auf der Tagesordnung für die Dekanatsratssitzung am 27. Februar. Weitere Diskussionsplattformen folgen.Aktuelle Informationen rund um das Projekt "Kirchentwicklung 2030" sind auf folgender Webseite zu finden: https://kirchenentwicklung2030.de