Freiburg. Zum 15-jährigen Bestehen des Bundesfreiwilligendienstes zieht der Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg eine positive Bilanz. Mit dem Ende des Zivildienstes im Juli 2011 hat die Erzdiözese Freiburg ihre Freiwilligendienste neu strukturiert und vollständig beim Diözesan-Caritasverband angesiedelt. In diesem Zuge wurde damals das etablierte Freiwillige Soziale Jahr und der neu geschaffene Bundesfreiwilligendienst zu einem umfassenden Freiwilligendienste-Konzept zusammengefasst.
Seit ihrer Neuaufstellung verzeichnen die Freiwilligendienste der Caritas eine kontinuierlich steigende Nachfrage. Während im ersten Jahrgang 374 Freiwillige ihren Dienst antraten, engagieren sich im aktuellen Jahrgang rund 1.750 Freiwillige in sozialen Einrichtungen der Erzdiözese Freiburg. Henric Peeters, Vorstand des Diözesan-Caritasverbandes, bilanziert die vergangenen 15 Jahre als „Wachstum und Weiterentwicklung“: „Seit 2011 haben sich rund 20.000 Freiwillige engagiert und 204.670 Freiwilligen-Monate geleistet. Das ist eine beeindruckende Entwicklung von hohem Wert für die Gesellschaft und den Verband“.
Mit dem Jahrgang 2011/2012 starteten die Freiwilligendienste der Caritas in der Erzdiözese Freiburg mit vier Formaten: Klassik, Flexi, engagiert plus und 27plus. Ziel war es, ein breites und für alle zugängliches Angebot für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen zu schaffen. Nach und nach wurden sieben Regionalbüros in Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg, Offenburg, Bad Säckingen, Sigmaringen und Singen eröffnet, um eine Begleitung der Einsatzstellen und der Freiwilligen möglichst nah vor Ort zu gewährleisten. Nachdem aufgrund gesetzlicher Vorgaben das Kurzzeitformat engagiert plus beendet wurde, ergänzt seit 2022 der Incoming-Freiwilligendienst das Angebot: Er richtet sich gezielt an Freiwillige aus dem Ausland.
Die Freiwilligendienste der Caritas verfolgen weiterhin das Ziel, ein flächendeckendes und serviceorientiertes Angebot in der Erzdiözese Freiburg sicherzustellen, sagt Michael Bross, zuständiger Abteilungsleiter im Diözesan-Caritasverband. Aus seiner langjährigen Erfahrung versteht er die Freiwilligendienste als „Lerndienst: Sie stärken die Persönlichkeitsentwicklung, ermöglichen prägende Erfahrungen in sozialen Einrichtungen und unterstützen die Berufsorientierung.“ Und nicht zuletzt bieten die Freiwilligendienste eine gute Einflugschneise für dringend gesuchte Nachwuchskräfte: „Über 50 Prozent der Teilnehmenden entscheiden sich anschließend für eine Ausbildung oder Tätigkeit im sozialen Bereich“, so Michael Bross.
In seinen politischen Bemühungen setzt sich der Verband auch weiterhin für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Freiwilligendienste ein (z.B. einheitliches vom Bund finanziertes Taschengeld auf BAföG-Niveau), um künftig noch mehr Menschen den Zugang zum Freiwilligendienst zu ermöglichen und die positiven Wirkungen von Freiwilligendiensten zu verstärken.
(Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V.)