Mit dem Rad unterwegs auf dem Martinusweg
Kernteam überbringt Wegtafeln in Gemeinden
Ein Weg, der verbindet – und ein Tag, der genau das spürbar gemacht hat: Mit einer Radtour hat das Kernteam der Pfarrei Hl. Edith Stein am 1. Mai die neuen Infotafeln für den Martinus-Pilgerweg an einige Kirchen und Orte des Teilens gebracht. Zahlreiche Teilnehmende begleiteten die Strecke – mal für kurze Abschnitte, mal über längere Etappen hinweg – und machten den Martinusweg einmal mehr zu einem Weg der gelebten Verbundenheit.
Im Mittelpunkt der Radtour stand die Übergabe neuer Infotafeln an die Gemeinden entlang der Strecke von Heidelsheim bis Waghäusel. Sie werden künftig entlang des Weges auf den heiligen Martin hinweisen und über die Route sowie ihre spirituelle Bedeutung informieren. Mithilfe eines Livetrackers konnten Interessierte den Weg der Gruppe in Echtzeit mitverfolgen und sich so der Gruppe anschließen.
Der Martinuspilgerweg „Via Sancti Martini“ führt mitten durch das Gebiet der Pfarrei Hl. Edith Stein Bruchsal. Er verbindet den Geburtsort des heiligen Martin in Szombathely (Ungarn) mit seiner Grablege in Tours (Frankreich). In Baden-Württemberg verläuft der Weg von Tannheim bis nach Speyer am Rhein – als Pilgerweg, der Menschen verbindet und zum Innehalten einlädt.
Die Tour selbst spiegelte diesen Gedanken eindrucksvoll wider: Die Zahl der Teilnehmenden veränderte sich im Laufe des Tages – ein ständiges Kommen und Gehen, das dem Charakter eines offenen Pilgerwegs entsprach. Bereits am Startort, der St.-Martinskapelle in Heidelsheim, wurde die Gruppe in ökumenischer Verbundenheit auf den Weg geschickt, unter anderem mit der Vorsitzenden des Ältestenkreises und Pfarrer Johannes Vortisch.
Über die gesamte Strecke hinweg begleiteten Pfarrer Johannes Mette und der leitende Referent Thomas Macherauch, der Pfarreiratsvorsitzende Arnd Schillinger sowie Klemens Ellmann vom Caritasverband die Tour. An verschiedenen Stationen – etwa bei der Caritas in der Friedhofstraße oder am Julius-Itzel-Haus – gab es informative Einblicke durch hauptberuflich Mitarbeitende. Immer wieder wurde die Gruppe an Kirchen entlang des Weges herzlich von Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Gemeinden empfangen.
Gemeindereferentin Ute Jenisch überreichte die Tafeln an die Gemeindeteams, damit diese die Infotafeln künftig an zentralen Orten bzw den Martinuskirchen entlang der Strecke aufhängen können. Die Finanzierung des Projekts wurde großzügig von der Martinusweggemeinschaft der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt.
Der Blick zurück zeigt auch die Wurzeln des Vorhabens: Bereits vor über zehn Jahren hatte Barbara Gitzinger vom Caritasverband Bruchsal den Streckenverlauf entwickelt und die Idee der „Orte des Teilens“ ins Leben gerufen. Seither sorgen engagierte Wegpatinnen und Wegpaten für die durchgängige Beschilderung des Weges. Orte entlang der Strecke, die auf der Radtour noch keine Infotafel haben, bekommen diese zeitnah überbracht.
Die Radtour führte über mehrere Stationen – von Heidelsheim über Obergrombach und den Michaelsberg nach Bruchsal, weiter über Forst, Hambrücken und Wiesental bis zum Kloster Waghäusel. Neben gemeinsamen Etappen bot auch eine Mittagspause im Hof des Hauptbüros in Bruchsal Raum für Begegnung und Austausch. Viele Eindrücke der Tour wurden auch fotografisch festgehalten und zeigen: Der Martinusweg ist nicht nur ein Weg durch die Region, sondern ein Weg der Begegnung, des Teilens und der Gemeinschaft.