Bewegende Adventsaktion sorgt für großzügige Spende für Kindernotarztwagen
Mit einem schlichten Strohhalm in der Hand machten sich mehr als zehntausend Menschen auf den Weg: genauer auf den Adventsweg, der in der Bruchsaler Hofkirche parallel zum Adventsmarkt im Ehrenhof des Schlosses angeboten wurde. Auch in diesem Dezember hatte nämlich ein unermüdliches Team von Engagierten aus der Seelsorgeeinheit eine besondere Installation vorbereitet und betreut. Das Thema lautete diesmal „Mit einem Strohhalm unterwegs zum Stern der Hoffnung“.
Ein stimmungsvoll beleuchteter Weg, der als Mini-Pilgerweg die Logo-Farben des Heiligen Jahrs 20205 aufgriff, führte rund um die Altarinsel - vorbei an adventlichen Symbolen, die die katholischen Kindergärten gestaltet hatten, sowie an Figurengruppen wie den Schriftgelehrte, den Königen oder den Hirten. Auf diesem Weg begegnete man auch Josef und der schwangeren Maria: „gesegneten Leibes“ vor der nahenden Geburt, schließlich ist noch nicht Weihnachten. Ergänzt wurden diese Stationen mit passenden Impulstexten - eine Aktion, die sichtlich beeindruckte und einen stetigen Besucherstrom auslöste. Jede und jeder füllte mit seinem Strohhalm die leere Krippe, wo eben alles seinen Platz hat: das Wertlose, nicht Gelungene genauso wie die Dankbarkeit und die Hoffnung.
Und so war an jedem Abend der zehntägigen Aktion der Futtertrog hoch gefüllt mit den Strohhalmen der Besucher. Wie berührt und tief beeindruckt die einzelnen Menschen die Kirche verließen, zeigt sich nicht zuletzt an den Einträgen in dem ausgelegten "Gästebuch". Gerne nahm man sich auch beim Hinausgehen dann einen Flyer mit Adventsgeschichte und angehängtem Strohstern als Erinnerung mit. Viele waren so angetan, dass sie sich zusätzlich mit einer Geldspende bedankten.
Auf diesem Weg kamen als Reinerlös 2580 Euro zusammen - dieser stolze Betrag konnte bereits am 4. Advent an Dr. Matthias Kuch überreicht werden, den langjährigen Leiter der Kindernotaufnahme in Klinikum Karlsruhe und Initiator des komplett aus Spenden finanzierten Projekts Kindernotarztwagen.
An dieser Stelle allen Beteiligten ein herzliches Vergelt´s Gott!