Videokonferenzen – Rollenkonzept Pastoral
24.07.2024 |
Erläuterungen und Skizzierung der Praxisumsetzung
Am 2. und 10. Juli 2024 fanden Videokonferenzen für pastorale Mitarbeitende statt, bei denen Mitglieder der K2030-Arbeitsgruppe „Rollen und Stellenprofile der pastoralen Mitarbeitenden“ nochmal das Rollenkonzept erläuterten und skizzierten, wie die Umsetzung in der Praxis aussehen kann. Dabei wurde einmal mehr hervorgehoben, dass eine Rolle von mehreren Mitgliedern des Seelsorgeteams eingenommen werden kann oder ein Mitglied mehrere Rollen im Team innehat. Auch wurde nochmals darauf hingewiesen, dass die Rollenbezeichnungen keine Berufsbezeichnungen darstellen, sondern dabei unterstützen, die zahlreichen Aufgaben in der Pastoral zielorientiert anzugehen. Insgesamt nahmen über 250 Personen aus allen Berufsgruppen teil. Bis Herbst 2024 wird die Arbeitsgruppe ihr Arbeitspaket fertigstellen und die finalen Ergebnisse veröffentlichen.
Ziel ist es, starre Aufgabenorientierungen zu überwinden und Mitarbeitenden aufgrund ihrer Kompetenzen und unterschiedlichen Qualifikationen im Team Rollen zuzuordnen. Im Fokus steht nicht mehr die Frage „Wer macht was?“, sondern „Welche Rollen werden benötigt?“ und „Wer hat welche Kompetenzen?“
Zwischen November 2022 und Juni 2023 haben pastorale Mitarbeitenden in zwölf Regionalkonferenzen praxisnahe und kreative Rollen definiert, die sich an den strategischen Zielen der Erzdiözese orientieren. Auf dieser Grundlage hat die Arbeitsgruppe in einem Rollenportfolio jede Rolle anhand eines einheitlichen Rasters näher beschrieben. Dieses Rollenportfolio wurde von Erzbischof Stephan als Grundlage für die zukünftige pastorale Arbeit bestätigt. Die insgesamt 22 neuen Rollen wie zum Beispiel Seelsorger/in, Missionar/in und Netzwerker/in werden durch klare Kernaufgaben, Verantwortungen und Kompetenzen definiert. Ein wichtiger Schritt ist die Erstellung rollenbasierter Stellenprofile und die Entwicklung eines Tools zur Darstellung der Rollenverteilung im Seelsorgeteam. Erste Feldversuche in zwei Pfarreien (Rastatt und Tauberbischofsheim) zeigten positive Ergebnisse.
Dieser Aushandlungsprozess wird für die neu entstehenden Teams eine Herausforderung darstellen und wird daher durch externe Begleitung unterstützt. Insgesamt soll die pastorale Arbeit durch das neue Konzept jedoch dynamischer und flexibler gestaltet werden. Die Erzdiözese möchte dadurch auch weiterhin attraktiv für Absolventen des Theologiestudiums an Universität und Fachhochschule sein und pastorale Mitarbeitende für die Seelsorgeteams zu gewinnen. Auch der Einsatz multiprofessioneller Teammitglieder kann durch das Rollenkonzept noch zielorientierter erfolgen.
Wie das rollenbasierte Arbeiten der Pastoral im Detail aussehen kann, zeigt unser Animationsvideo.