ZEICHEN (2024) - Videoinstallation von Christoph Brech, München
03.04.2024 |
Zeitgenössischer Beitrag der Erzdiözese Freiburg zum Jubiläum 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau im Münster Sankt Maria und Markus
Einführung:
Prof. Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Musik:
Johannes Götz, Orgel, St. Peter
Michael Kiedaisch, Schlagzeug/Percussion, Freiburg
Die Installation ist ein zeitgenössischer Beitrag der Erzdiözese Freiburg zum Jubiläum 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau. Sie ist bis zum Ende der Großen Landesausstellung in Konstanz und Reichenau am 20. Oktober 2024 zu sehen und zu hören.
„Hört man das Zeichen zum Gottesdienst, lege man sofort alles aus der Hand und komme in größter Eile herbei.“ Dieses Zitat aus der Regel des hl. Benedikt (RB 43,1) ist die Inspiration für Christoph Brechs Videoinstallation. Das Augenmerk liegt auf der Pro-Pace-Glocke des Münsters St. Maria und Markus. Sie stammt aus dem Jahr 1361, ist damit die älteste Glocke des Münsters und hat ein stattliches Gewicht von 1000 kg bei einem Durchmesser von 115 cm. Die
"Reiche-Au" ist reich an historischen Glocken, so reich wie kaum eine andere Kulturlandschaft. Diese künden von der frühen monastischen Ausstrahlung der Klosterinsel. 2024 begeht die Insel ihre 1300-Jahr-Feier und gedenkt ihrer benediktinischen Wurzeln. Glockengeläut ist nicht zuletzt ein Zeichen für Freiheit und Menschenwürde und: Sie läuten zur Ehre Gottes.
Die Videoinstallation des Münchner Künstlers zeigt den Klangkörper aus ungewohnter Perspektive; nicht nur die Pro-Pace-Glocke schwingt, sondern mit ihr die aufnehmende Kamera – für die Betrachterin/den Betrachter entsteht dadurch ein statischer Film, in dem sich Licht und Schatten, Klang und Stille, Bewegung und Ruhen des Klöppels zu einem vielschichtigen „Glockenspiel“ vereinen.